Die Kunst Krankheiten zu finden
Abgelegt unter Allgemein |Wussten Sie dass der Mediziner weit über 100 Phobien kennt? Ebenso unzählige Allergien? Die Fachbücher mit den verschiedensten Krankheitsbezeichungen sind mittlerweile so dick, dass es auch für einen Mediziner unmöglich ist alle Krankheiten zu kennen. Und jährlich kommen neue Namen und neu entdeckte Krankheiten hinzu. Eine wahre Kunst, die allesamt einmal zu entdecken bzw. zu erfinden.
In unserer heutigen modernen Zivilisation ist es nahezu unmöglich, nicht an irgendeiner Krankheit zu leiden. Dabei ist die heutige Generation nicht unbedingt krankheitsanfälliger bzw. kränklicher als früher. Toleranzen für Gesundheit sind praktisch so knapp bemessen, dass es für den Grossteil der Menschheit fast unmöglich ist, absolut gesund zu sein.
Je mehr Krankheiten, umso mehr Umsatz
Ein gutes Beispiel dafür ist der Body-Mass-Index (BMI). Dieser ist so knapp gewählt, dass die meisten von vorhinein untergewichtig bzw. übergewichtig sind. Die Einteilung des BMI gilt als der defacto-Standard, und wer diesen nicht erreicht, gilt als krank. So suggerieren uns das zumindest tagtäglich die Werbung und Ärzte. Nutzniesser ist die gesamte Gesundheitsindustrie und vor allem die Pharmaindustrie, welche die Werte mit Händen und Füssen verteidigt, obwohl es bereits mehrere Stimmen und Studien gibt, dass der Body-Mass-Index nicht wirklich aussagekräftig über unseren Gesundheitszustand ist.
Ein interessantes Buch zu diesem Thema ist das Buch von Jörg Blech Die Krankheitserfinder - Wie wir zu Patienten gemacht werden. Autor Jörg Blech versucht darin nachzuweisen, dass viele Krankheiten gar keine sind, sondern lediglich dem Absatz von Medikamenten und dem Einkommen der Ärzte und der Pharmaindustrie dienen.
Fazit
Es schadet sicher nicht, als Konsument einige Dinge zu hinterfragen bzw. nach Alternativen Ausschau zu halten. Man muss und darf der Pharmaindustrie nicht blind aus der Hand fressen.