Endlich Nichtraucher
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Endlich Nichtraucher, das möchte ich sein. Nach mehreren zaghaften und leider nicht geglückten Versuchen habe ich mich nun am Montag dem 29.05.2006 entschlossen den Zigaretten nach 17 Jahren endgültig Lebewohl zu sagen. Nun bin ich bereits beim dritten Tag angelangt - zeitweise mit weniger Problemen als anfangs gedacht, andererseits gibt es immer wieder Momente, wo die Gier nach einer Tschick fast unerträglich ist. Aber der Reihe nach …
17 Jahre blauer Dunst
Warum ich mit 18 angefangen habe zu Rauchen, ist mir im nachhinein gesehen etwas schleierhaft. Anstatt den Rauchern aus dem Weg zu gehen, dachte ich mir “Kannst gleich selber auch eine Rauchen und musst daher nicht Passivrauchen.” Schön blöd.
Die guten Vorsätze bis dahin waren schneller über Bord geworfen, als man für eine Zigarette braucht. Kann mich teilweise noch ganz gut meine Vorsätze als Jugendlicher erinnern. Ich und rauchen, aber was - Rauchen ist ungesund - Vom Rauchen bekommt man gelbe Zähne - Raucher stinken aus dem Mund - Rauchen und Sport verträgt sich nicht - etc.
Tja, von diesen Vorsätzen war ich zumindest überzeugt und lebte diese auch - wie gesagt bis zur ersten Zigarette.
Von der ersten Zigarette, wienerisch auch Tschick genannt, war es nicht weit bis zu einem Packerl am Tag. Manchmal mehr, selten weniger.
Der Wunsch, endlich Nichtraucher
Vorausschicken möchte ich noch, dass ich in der glücklichen Lage bin, keine körperlichen Probleme bzw. Beeinträchtigungen durch das Rauchen erlitten habe. Zumindest konnte auch kein Arzt etwas in dieser Richtung feststellen. Auch Sport ist relativ gross geschrieben in meinem Leben, trotz Rauchen. In den letzten Jahren begann Gott-sei-Dank ein neuer Denkprozess zu reifen. Der Wunsch, wieder auf die Zigaretten verzichten zu können. Doch dies gestaltet sich dummerweise schwieriger als vorerst gedacht.
Die ersten Versuche waren einfach zu zaghaft und wurden mehr oder weniger im Verborgenen versucht. Das Resultat war, dass ich es kaum länger als einen Tag ohne Zigarette ausgehlten habe. Dadurch, dass kaum einer von meinen Versuchen wusste, verlor ich auch nicht das Gesicht, wenn ich bereits am zweiten Tag meines Nichtraucherlebens wieder eine Zigarette konsumierte.
Doch diesmal bin ich schlauer!
Nun wurde der Weg der Öffentlichkeit gewählt. Jeder weiss Bescheid, dass ich per sofort Nichtraucher bin, und wer versucht, mir eine anzudrehen bekommt einen Tritt in den Allerwertesten von mir.
Zudem habe ich vor, zumindest in der Anfangszeit, regelmässig über die Fortschritte und eventuelle Probleme zu berichten. Vielleicht hilft dies ja den einen oder anderen, den selben Entschluss zu fassen. Ich würde mich auch sehr freuen, wenn ihr eure Erlebnisse dazu schildern könnt, und wie ihr die Probleme gemeistert habt - oder auch nicht.
Nicht nur dass jeder mein Vorhaben kennt, auch der morgenliche Kaffee (bei dem ich so gut wie immer meine erste Tageszigarette rauchte) wurde vorerst komplett gestrichen und durch einen Vitaminsaft ersetzt.
Zu guter Letzt wurden alle Aschenbecher in der ganzen Wohnung und im Büro verbannt und Rauchverbot innerhalb der Räumlichkeiten verhängt. Wer tschicken will, muss per sofort ab ins Freie.
Hört sich vielleicht streng an, aber man will doch etwas erreichen.
Die ersten Tage
Ich ertappe mich immer wieder dabei, dass sobald ich etwas Zeit habe und nicht im Einsatz bin, das Verlangen nach einer Zigarette zusehends grösser wird. Also muss Beschäftigung her. An den Webseiten weiterarbeiten, Kunden und Geschäftspartner anrufen, Haushalt auf Vordermann bringen, statt den Geschirrspüler zu verwenden lieber per Hand abwaschen, staubsaugen, die Freundin glücklich machen, trainieren, usw.
Ablenkung pur.
Und ist der Zwang nach einer Zigarette mal zu gross, hilft bei mir Wasser trinken. Schlückchenweise bis wieder ein anderer Gedanke die kurzfristige Sucht verdrängt.
Mal sehen wie es weitergeht. Ich werde auf alle Fälle morgen einen ausführlichen Artikel über meine Strategien schreiben. Momentan bin ich guter Dinge, zumal heute auch Weltnichtrauchertag ist.
Kann doch nicht so schwer sein, ein Leben ohne Zigarette zu führen, oder?
Ingrid sagt am 31. Mai 2006 um 18:11 Uhr
ich habe eine story drüber geschrieben, nachdem ich fast 25 jahre lang geraucht habe:
http://ingridgrote.de/html/nikotin.html
webmaster sagt am 31. Mai 2006 um 18:18 Uhr
Super Artikel.
Am Besten, gleich an etwas anderes Denken und nur nicht nachgeben