Stuhluntersuchung

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klo Der Stuhl ist das Endprodukt der Verdauung. Dabei besteht der Stuhl aus den unverdauten Nahrungsresten, Verdauungssäften, Darmschleimhautzellen und fast zur Hälfte aus Bakterien. Normalerweise hat der Mensch täglich Stuhlgang, es kann aber auch zwischen mehrmals täglich bis einige wenige Male wöchentlich variieren. Erst bei einer stärkeren Abweichung spricht man von Durchfall bzw. von einer Verstopfung. Bei einer Stuhluntersuchung beurteilt der Facharzt neben der laborspezifischen Untersuchung den Kot auf seine Konsistenz, seine Farbe und das Gewicht.

Die Stuhluntersuchung ist vollkommen schmerzlos. Zur Probenentnahme entnimmt man etwas Material von der Stuhloberfläche, welches anschliessend vom Arzt untersucht wird. Dabei werden vor allem folgende Punkte beachtet.

Konsistenz

Die Form und das Aussehen des Stuhles kann bereits einige wichtige Hinweise geben. Normalerweise ist der Stuhl klar geformt.

  • Teerstuhl: vollkommen schwarzer oft klebriger Stuhl. Kommt bei grösseren Blutungen in den oberen Abschnitten des Verdauungstraktes vor.
  • Blutstuhl: roter oder rötlicher Stuhl. Kommt bei Blutungen in den unteren Darmabschnitten vor. Blut kann von Hämorrhiden stammen.
  • Gärungsstuhl: grosse, schaumige Ausscheidungsmenge, schwimmt auf Wasser und riecht scharf. Kommt vor, wenn die Kohlenhydrate in den oberen Darmabschnitten nicht verdaut werden und erst in den unteren Abschnitten abgebaut werden. Ursachen sind z.B. zu grosse Kohlenhydratzufuhr oder zu schneller Dünndarmdurchgang.
  • Fäulnisstuhl: Faulig stinkender eher dünner Stuhl. Kommt vor, wenn das Eiweiss nicht vollständig verdaut wurde. Ursache können u.a. Störungen der Bauchspeicheldrüse und des Darmes sein.
  • Fettstuhl: lehmartiger, klebriger, glänzender, scharf riechender Stuhl. Kommt vor, wenn das Fett der Nahrung nicht vollständig verdaut wurde.
  • Acholischer Stuhl: weisser bis grauweisser Stuhl, schlecht geformt. Kommt vor, wenn keine Galle mehr in den Darm kommt.
  • Eitrig-jauchiger Stuhl: eitrig riechender Stuhl. Oftmals Hinweis für eine Eiterung der Darmausstülpungen
  • Reiswasserstuhl: mehlsuppenähnlicher Stuhl bei Cholera

Farbe

Auch die Farbe des Stuhls kann entscheidende Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand des Patienten geben. Üblich ist eine gelbbraune Färbung des Stuhls, bei grösserem Fleischkonsum wird dieser aber dünkler.

  • Schwarz: entsteht durch Blutungen im oberen Magen-Darm-Trakt. Auch die Einnahme von Medikamenten und dunkle Speisen Wie Brombeeren oder Rotwein können den Stuhl schwarz färben. Neugeborenenstuhl (Mekonium)
  • Rot: entsteht durch Blutungen im unteren Darmabschnitt. Auch hier können Lebensmitteln (z.B: Rote Rüben) den Stuhl rötlich färben.
  • Grünlich: deutet darauf hin, dass die Gallenflüssigkeit nicht vollständig umgewandelt wird. Dies kann auf eine eventuelle Schädigung der Darmflora hinweisen. Auch bestimmte Lebensmitteln (z.B: Spinat) können den Stuhl grünlich färben.
  • Gelblich: Oftmals durch Antibiotika-Kuren ausgelöst. Bei Säuglingen ist dies aber normal.
  • Weiss bis grauweiss: deutet auf einen Verschluss des Gallengangs hin
  • Grauweiss bis gelbgrau: deutet auf Schleim oder Eiter aus dem Darm hin.

Gewicht

Das Gewicht eines Stuhlganges variert natürlich auch mit der zugeführten Nahrungsmenge. Als Richtgewicht kann eine Menge von 200-250 g Stuhl pro Tag angegeben werden, wobei bei vegetarischer Ernährung die Menge noch geringfügig ansteigen kann.

Schlussbemerkung

Eine Änderung des Stuhles muss nicht sofort eine Krankheit bedeuten. Oftmals spielt auch die zugeführte Nahrung eine Rolle über die Beschaffenheit des Stuhles. Ist der Stuhl aber über einen längeren Zeitraum unnatürlich, sollte man den Weg zum Arzt nicht scheuen.

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Hinweis

Die erteilten Informationen dürfen niemals als Aufforderung zur eigenständigen Diagnose, Selbstbehandlung einer Krankheit oder eines anderen Leidens verstanden werden.